Und was machst Du so?

- „Und was machst Du so?“
- „Ich bin auf Commons-Walz.“ / „Birte macht gerade Projekthopping.“ / „Ich mache eine kleine Kooperativen-Rundreise und helfe in Projekten von Freunden mit.“

Ja, das mache ich so. Seit Ende Juli bin ich unterwegs. Ich hänge zwischen meinem abgeschlossenen Studium in Pforzheim und meinem neuen Studium in Frankfurt, und nutze die Zeit, um zu lernen die Commonsbrille zu tragen. Klingt gut, oder? Ist es auch!

Ich möchte euch auch ein bisschen den Mund wässrig machen, denn ich habe fest vor, eine ähnliche Reise nächsten Sommer wieder zu unternehmen, nur dann in einer kleinen Gruppe von Leuten. Davon erzähle ich aber wann anders etwas mehr…

Die Gedanken sind frei…

Der Radiosender SWR2 hat letztens eine tolle Reportage gebracht über das Urheberrecht und die Anstrengungen, neue Lösungen zu finden, die den neuen Technologien angemessen sind. Es werden viele anschauliche Beispiele gebracht, aber auch die rechtliche Situation verständlich dargelegt. Unter anderem wurde auch hier auf den Widerspruch hingewiesen, dass in den USA einerseits 2001 auf Druck von Walt Disney die Urheberschutzfrist von 50 auf 95 Jahre erhöht wurde, sich der Konzern andererseits aber an Allgemeingütern bedient.

„Die Schutzfrist sichert dem Rechteinhaber einen Zeitraum für die exklusive wirtschaftliche Verwertung geistiger Werke zu. Die Mickey Mouse sollte nicht gemeinfrei werden. […] Der Medienkonzern Walt Disney bedient sich kostenlos aus gemeinfreien Quellen wie den Märchen der Gebrüder Grimm, um Geld zu verdienen. Die Schutzfrist- Verlängerung nutzt so nur bekannten Künstlern und Medienunternehmen. Unbekannte Künstler haben nichts davon. Ihre Werke verstauben oder zerfallen gar in Archiven. Volkslieder kann man stattdessen ausgraben und wieder zum Leben erwecken – weil keiner seine individuellen Rechte einfordern kann.“

Die Sendung dauert eine knappe halbe Stunde, und man kann sie online anhören, oder als mp3-File oder als pdf herunterladen.

Bas van Abel über Open Design

Die Sache mit den Bedürfnissen…


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Trümmdischfaad

Wann habt ihr das letzte Mal einen Trimm-dich-Pfad gesehen oder genutzt? Ich habe letztes Jahr einen in der Nähe eines Feriendorfs bei Sontra gesehen. Einige der Geräte waren aus Holz und schon dezent einsturzgefährdet, aber es hat Spaß gemacht darauf zu klettern und daran herumzuhangeln. Entstanden sind diese Sport-Allmenden während der Trimm-dich-Bewegung in den Siebzigern, und wurden von den Kommunen oder den örtlichen Sportvereinen gepflegt. Heute haben diese aber bekanntlich kaum noch Geld, und das Interesse an den Geräten scheint auch verloren gegangen zu sein. Schade eigentlich, denn das Konzept ist nicht schlecht, wenn man nicht „nur“ durch den Wald rennen möchte. Ein weiterer Punkt, der Trimm-dich-Geräte auszeichnet, ist dass sie weitestgehend aus Naturmaterialien bestehen, und wenig Fremdkörper in den Wald bringen sollen. Klingt doch eigentlich toll. Die Künstlergruppe We Are Visual, die vielleicht durch ihren Ad-bust des Hamburger Apple-Stores bekannt sind (Link gibts hier), bringen den Trimm-dich-Pfad nun in die Stadt, und nutzen was vorhanden ist.

„Der „Trümmdischfaad“ zu hochdeutsch “Trimm Dich Pfad”. In den 70zigern eine in Allmenden der deutschen Städte normal anzufindene, mit den Jahren ausgestorbene, Bereicherung des öffentlichen Raumes. Dieses Form von Ertüchtigungen versuchen wir in einem, mehren Städte umfassenden Programm, wieder aufleben zu lassen. Start für das “Trimm dich” Projekt von .wav bildet das Programm vom „Betriebsausflug“ in Leipzig. betriebsausflug.cc.“

Auch eine schöne Aktion von .wav ist das Bahnrad, welches das Straßenbahnnetz nutzt:

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